Dieses Satzfragment aus einem unserer Reiseführer schwappt in meinem Hirn von links nach rechts und zurück, während wir uns mühseelig mit knapp 9 km/h über allerübelste Schotterpisten schrauben. Freddy singt das Schotterwagenlied (mit wachsender Verzweifelung in der Stimme) und Motti blättert genüßlich im Bilderbuch. Familienidylle pur.
Kurz zuvor waren wir im sehr netten Liepāja und lernten unsere erste lettische Stadt kennen. Die innerstädtischen Radwege sind auf jeder straßenseite zweispurig und der Fußgängerweg hat durchgehende Blindenriffel in der Mitte und im Touristen-Informationsbüro empfiehlt man uns ein in der Tat sehr nettes Café. Hier bleiben wir sehr lang: Jannah muss einkaufen und Motti bespielt das Interieur (Mischpult für Hintergrundmusik, Skateboards, fremde Handtaschen usw.).
Wir sitzen nun, nachdem wir nachmittags dann über allerfeinsten Asphalt gedonnert sind, auf einem Zeltplatz, der eigentlich Hütten hat und wunderschön ist. Es gibt sogar Hängematten. Zum Abendbrot gab es unsere Notration Nudeln mit Pesto, da wir seit heute Morgen keinen Einkaufsladen mehr gesehen haben.
Freddy hat nach Trinkwasser gefragt (auch fast leer, für Motti reicht es aber noch) und geduldig erklärt bekommen, wie man einen Wasserhahn benutzt. Danke!
Lettland, Perle, du gefällst uns!