Die Reisegruppenmütter beschließen heute einen Schiffausflug mit den Kindern zu machen. Drei Burgen sollen es sein. Also schippern wir den Rhein erst hoch und wieder runter. Rhabarberschorle für alle, denn es ist brüllend heiß (34 Grad). Die Mütter diskutieren über Politik, die Kinder finden einen Stock.

Danach verabschieden wir uns zum letzten Mal und ich fahre mit den Kindern noch schnell Seilbahn.

Wir fahren zum Zeltplatz zurück, wo Freddy schon alles eingepackt hat, satteln auf und fahren noch schnell ein letztes Spaghetti-Eis essen.
Unser Zug ist pünktlich. Der Aufzug ist kaputt, die Jungs tragen alles aufs Gleis. Wir fahren mit dem RE nach Köln und dann mit dem Sprinter nach Berlin…. Denken wir.
Bei Andernach bleibt der RE stehen, ein Güterzug ist auf der Strecke liegen geblieben. 16 Minuten Umsteigezeit in Köln schmelzen zusammen. Dann die Meldung: der Sprinter von Köln nach Berlin hat auch Verspätung, es könnte klappen. Der Güterzug wird erfolgreich neu gestartet wir setzen unsere Fahrt fort. 23 Minuten Umsteigezeit. Freddy glaubt noch nicht dran, ich bin entspannt.
In Köln wechseln wir das Gleis, kaum stehe ich mit meinem Rad im voll gepackten Aufzug, kommt die Meldung: ihr Zug fällt aus. Also wieder runter und ins Reisezentrum.

Ich sage nur: 2 Erwachsene, 2 Kinder, 4 Fahrräder nach Berlin. Die Dame schaut mir in die Augen und atmet einmal tief durch. Doch es gibt einen Zug mit freien Fahrradplätzen! In nur zehn Minuten von Gleis 4. Wir hetzen durch den Kölner Hbf. An Gleis 4 fährt der ICE ein, Fahrräder gehören in Wagen 1, auf der Anzeige steht: Wagen 1 ist gesperrt.
Wir eilen trotzdem zu Wagen 1, es steigen ca. 10 Fahrräder aus, wir steigen ein. Der Schaffner pampt uns an, er könne nicht weiterfahren, bevor nicht alle Räder gesichert sein. Wir beeilen uns. Der Zug bleibt stehen.
Feuerwehreinsatz an der Strecke, der Zug fährt verspätet los. Wir müssen in Dortmund umsteigen, immerhin am selben Gleis. Die Anzeige springt mehrfach zwischen „Verbindung kann erreicht werden“ und „Verbindung kann nicht erreicht werden“ hin und her. Irgendwann wird klar… Das wird nichts…
Wir nehmen unseren Mut zusammen und sprechen den Schaffner an. er sucht und sucht, aber findet auch keine Möglichkeit, wie wir heute noch nach Berlin kommen können.
In Dortmund steigen wir also aus. Dort bekommen wir am Servicepunkt unsere Hotel-Gutscheine für das Intercity-Hotel. Die Damen an der Rezeption ist großartig und besorgt uns zwei Doppelzimmer mit Verbindungstür.
Im Mädchenzimmer funktioniert sogar die Klimanlage. Wie gehen alle duschen und fallen ins Bett.































