Geburtstag

Heute hat das eine Kind Geburtstag. Aber offenbar wird zuerst gründlichst ausgeschlafen.

Als das Kind aus dem Zelt gekrochen kommt, erwartet es einen kleinen aber feinen Gabentisch. Denn nicht nur eine Kerze, sondern auch Girlanden und Geschenke hatten sich unter unser sonst so leicht gepackten Fahrradtaschen geschlichen.

Die Geschenke sind schnell ausgepackt, es gibt unter anderem ein Kuscheltier-Igel (Geschenk des anderem Kindes), eine Lupe, eine zweite Lupe (die sofort an das andere Kind weiterverschenkt wird), ein Buch über Mikroorganismen und ein Frisbee. Vielleicht warten ja noch ein paar weniger transportable Gegenstände in Berlin.

Mit zur Lupe gibt es eine lange Liste von Regeln geschenkt. Nicht in die Sonne gucken darf man und in die Lupengarage muss sie auch immer. Wegen Brandgefahr. Die Kinderaugen öffnen sich weit (unheilvolle Mischung von Schreck und Vorfreude).

Nach gutem Frühstück machen wir uns wieder ans einpacken, so dass wir gegen elf den Platz verlassen. Hinzukommt dass wir uns verfahren und den Bäcker verpassen. Also wieder zurück, denn ein Geburtstag braucht Kuchen.

Mit der ein oder anderen weiteren Extratour finden wir den Weg aus Oranienburg. Am Ende des Ortes ist ein wunderschöner Spielplatz, den alle Kinder gerne reichlich getestet hätten. Aber es ist erst 12 Uhr und wir sind gerade mal 6km gefahren. Also legen die Eltern ein Veto ein.

Wir fahren durch schöne, schattige und kurvige Waldwege von Dorf zu Dorf. Angeblich folgt bald ein Park mit ehemaliger Lungenheilstätte, wo wir eine Pause machen können. Aber is nicht, ist jetzt leider eine Baustelle.

Also weiter. Bei Kilometer 18 sind wir in Bernöwe, was immerhin eine Bank für uns zu bieten hat. Hier gibt es dann endlich Kuchen. Die Lupe darf auch ran, das eine Kind brennt fleißig Löcher in Blätter, während das andere Kind mit der Wasserflasche daneben auf den Einsatzbefehl wartet.

Nicht im Bild, Freiwilliges Feuerwehr Geschwisterkind

Der weitere Weg führt uns wieder durch schöne, schattige Waldwege bis nach Liebenwalde, wo wir an der Marina hinter der Schranke unser Zelt aufschlagen dürfen. Eine Waschmaschine gibt es sogar auch.

Kinder fragten die Bausrbeiter, ob sie die frisch geteerte Straße anfassen dürfen. Sie durften.

Zum Abendessen gibt es Kartoffeln mit Quark und veganem Fleischersatz-Bratzeug und Halloumi.

Wir haben wirklich schon weniger hübsch gezeltet.

Panorama mit Zelt und Bank und Wäscheleine

Strecke: ca. 26 km

Übernachtungskosten: 20 €, davon 7€ bezahlt in Toilettenpfandbons

Waschmaschine: 3€

Abendbrot: Kartoffeln mit Tzatziki (zu wenig Knoblauch), frischen Maiskolben, und Gebrät.

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