Archiv für den Monat: Juli 2026

Bücherkistenfolgeerscheinungen

Wir verschlafen. Sowas. Das ist uns auch noch nicht passiert. Jetzt aber schnell raus. Die Kinder mögen keine Hafermilch im Müsli und sind daher unzufrieden. Wir denken über Alternativen nach. Das eine Kind ist nicht aus dem Zelt zu bekommen und als dieses dann wirklich, wirklich abgebaut wird, verzeiht es sich mitsamt dem schuldigen Buch auf die Käferdecke. Dort liegen Buch und Leser, während drumherum gewerkelt, gepackt und eingeräumt wird. Mir schwant, wie die nächsten Tage ablaufen werden.

Der Weg nach Fürstenberg ist schnell geschafft, wir machen an der Havel Pause und die Kinder finden ein paar gesprächige Angler. Dafür wird sogar das Buch kurz zur Seite gelegt. Gelesen wird übrigens Robin Hood, in der Warteschleife steht König Artus und Jules Verne. Bis zur nächsten Bücherkiste sollten wir versorgt sein.

Wir essen noch schnell ein Eis (Kugel 80ct) und sausen durch den Wald. Das eine Kind findet ein Euro-Stück auf dem Weg. Yess.

Es geht weiter stetig hoch und runter. Wir kommen an einem Naturcampingplatz vorbei. Die Kinder wollen hierbleiben (oder zumindest nicht mehr weiter), ich werfe kurzerhand die Tourenplanung über den Haufen und kurz darauf stehen wir quasi auf dem Prenzlauer Berg. Es gibt vegane Quiche und Zwergenwieseaufstrich. Das Bier ist natürlich Bio und rinnt in Strömen die Kehlen der Justus-Eltern hinunter. Man spricht über Diversitätsanforderungen und ist dabei ganz unter sich. Elmar, Justus, Justus und Justus pinkeln währenddessen die Badestelle zu. Wir gucken immer nur gradeaus, bestimmt kennen wir hier wen.

Der Clown tritt an der Badestelle auf

Die Stand-Up-Paddeldinger sind gerade alle vermietet, aber die bekommen eines von „ich bin der Andreas“ ausgeliehen. Glückliche Kinder. Dann sind die Eltern such glücklich.

Morgen soll es am Nachmittag regnen. Wir beschließen, den Kindern morgen Vormittag ein eigenes SUP zu mieten (dann mit Schwimmwesten) und den Nachmittag mit Bio-Wildschweinbolognese und Kartenspielen zu verbringen. Pausentage sind doch was feines

Weihnachtsort Himmelpfort

Gestern, was war eigentlich gestern? Nach unserem Pausentag stehen wir ganz früh auf, nunja, zumindest die Eltern. Wir tauschen uns am Ufer sitzen mit anderen reisenradelnden Eltern aus. Themen: Karten, Zeltplätze, nasse Schlafsäcke. Hach.

Kindermikroskop aus dem Nachbarzelt

Der Weg ist schön und mal wieder hauptsächlich Fahrradstraße. Die Kinder fahren nebeneinander und üben „Handhalten während der Fahrt“. Ich beschließe, das Erste-Hilfe-Set morgen noch weiter nach oben zu packen.

Wir kommen an einen wunderschönen Bücherbox mit Kinderbüchern vorbei. Hauptsächlich FDJ-Bücher, ich schaffe es, den „Fahrtenführer für die Jugend“ stehen zu lassen (Reiseziele: Moskau, Polen, Moskau).

Mit etwas schwereren Kindertaschen geht es weiter.

Wir fahren über zwei leichte Anstiege, eine Familie mit kleinen Kindern kommt uns entgegen, die Elternräder voll bepackt. Unsere Kinder rufen ihnen zu: „Da kommen jetzt zwei fiese Anstiege!“ Die Mutter schnauft, ich höre nur ein „das schaffen wir jetzt auch noch.“ Richtig wäre gewesen: für uns wird es jetzt richtig hügelig (bestimmt was mit Endmoräne) und die anderen haben es fast hinter sich.

Die Mittagspause machen wir an einem Laden, der den Radweg verstanden hat. Es gibt Wildschwein-Bratwurst mit solidem Kartoffelsalat und neben der Fleischtheke steht eine Softeismaschine und tut das, was eine Softeismaschine an Deutschlands befahrenstem Fahrradweg für Familien so machen muss.

Nach vielen Hügelchen kommen wir im Himmelpfort an. Hier ist der See so flach, dass man bestimmt 100 m hineinlaufen kann, bevor der Kinderbadeanzug nass wird. Das eine Kind leiht sich ein Stand-Up-Paddelboard aus und schippert das andere Kind damit über den See. Die Mutter kneift die Augen am Ufer zusammen und erspäht die Kinder als kleine Punkte in der Ferne. Puh, aber es ist eine Freude.

Der für heute geplante Supermarkt macht erst am 1.8. auf, also fährt der Vater während der Badestunde nochmal bis in den Nachbarort zum einkaufen. Vielen Dank.

Unsere Zeltnachbarn kommen mit ihren drei Jungs auch aus Berlin und sind sehr nett. Wir teilen uns Hängematte und den Funkkanal. Leider sind sie nicht mit dem Rad unterwegs, so dass wir uns am nächsten morgen schweren Herzens wieder voneinander verabschieden.

Hirschkäferdame im Zelt

Es ist wirklich alles voll mit radfahrenden Familien, was leider auch dazu führt, dass man sich nicht mehr mit Begeisterung und „Wie geil seid ihr denn?“ begrüßt. Am morgen sehen wir eine schwerstbepackte Familie, sogar das Kind (so 11-12 Jahre) fährt mit großen Fahrradtaschen und einem bepackten Fahrradanhänger dazu. Sowas.

Etappe: 28 km, Papa 46 weil wegen einkaufen

Übernachtung: 43€

Duschen: warm und frei, wie Jens Spahn

Gut für die Pflanzen

Die Kinder schlafen lang und wir haben Zeit für ein gemütliches Frühstück.

Die Kinder schlafen noch länger und widerstehen selbst hartnäckigsten Weckversuchen. Als sie dann doch am Frühstückstisch ankommen, legen sie ihren Herzenswunsch auf den Tisch: Mit der Bimmelbahn durch den Ziegeleipark fahren. Der Vater hat nicht so richtig Lust, lässt sich aber breit schlagen und ich verspreche währenddessen das Zelt abzubauen.

Schnell führe ich noch eine Liegeprobe im Zelt durch, bevor alles wieder in den Fahrradtaschen verstaut wird. Kaum bin ich fertig und habe es mir in der Hängematte bequem gemacht, sehe ich erst Freddys Nachrichten, dass die Kinder gerne einen Tag bleiben würden und dann fängt es an zu schütten.

Wettermaschine

Ich verziehe mich also unter den viel zu kleinen Unterstand und genieße die nächsten Stunden ein Regen an, Regen aus, Regen an… als wäre ein Kind unbeobachtet am Wetterschalter.

Gegen vier Uhr ist der Regen endlich durchgezogen und ich baue das Zelt wieder auf.

Die Familie trifft wieder ein und die Kinder verdienen sich als Bootshelfer ein Eis. Sowas. Sogleich wird damit begonnen, von Ferienjobs zu träumen.

Der nächste Supermarkt ist nicht um die Ecke, also beschließen wir das Restaurant am Hafen zu testen. Das andere Kind fabuliert schon seit Tagen von Kartoffelpü. Den gibt es hier, eine Freude! Schnell ist die erste Portion verputzt und auch der Nachschlag wird abgelukt. Die Eltern bereuen „wir reden über Nachtisch, wenn alles aufgegessen ist“ gesagt zu haben. Also gibt es auch noch Mousse au Chocolat und Smarties-Eis.

Um uns herum zelten lauter reiseradelnde Familien. Eine Freude!

Auf zum Ziegel

Was wir vergaßen zu erwähnen…

Gestern wurde endlich unsere Hängematte eingeweiht. Sie trägt zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen und zwei Kinder. Ein Träumchen.

Das Mikrobenbuch ist überraschend gut angekommen. Das Kind liegt in der Matte, lacht ab und zu laut auf und sagt dann Dinge wie „Helicobacter! Hah!“. Elternfreuden.

Neben unserem Zelt wuchs ein Pilz (!), diesmal ein großer Holztintling und seine Brüder.

Das Rad des einen Kindes hat ein Speichenproblem. Am Tag vor der Abfahrt bemerkte ich, dass am Hinterrad mehrere Speichen lose waren. Schnell nachgespannt und dabei eine schöne Acht ins Rad gezogen, aha, muss man wohl wissen wie sowas geht. Dann im zweiten Versuch alles semiprofessionell ausgerichtet. Dachte das passt so, aber nachdem ich jetzt alle paar Kilometer irgendwelche Speichen nachgespannt habe, mache ich mir doch Gedanken. Hoffentlich kommt bald ein Fahrradladen, immerhin sind wir für den Notfall Mitglied im ADFC.

Heute sind wir dann mehrfach frech von schräg vorn angeregnet worden. Bäh! Die Kinder haben ihre schnellen Hosen an und so sehen wir dem gelassen und mit nur leicht zugekniffenen Augen entgegen.

Nach wenigen Kilometer kommen wir an einer Schleuse an, wo grad ein Schubverband verschifft wird. Freude auf allen Seiten.

Heute übernachten wir im Ziegeleipark Mildenberg. Hier sind auch die letzten Chaos Communication Camps gewesen, aber wir erkennen einfach mal gar nix wieder so ohne Lichtinstallationen und ohne Zelt an Zelt.

Mildenberg. Der Hafenmeister kommt sus Hamburg und der Bürgermeister von der AfD.

Etappe: 25 km

Abendbrot: Kartoffelsuppe mit Würstchen

Übernachtungskosten: 23€

Duschen: 2€ für 3 min, nicht schwäbisch gezählt.

Geburtstag

Heute hat das eine Kind Geburtstag. Aber offenbar wird zuerst gründlichst ausgeschlafen.

Als das Kind aus dem Zelt gekrochen kommt, erwartet es einen kleinen aber feinen Gabentisch. Denn nicht nur eine Kerze, sondern auch Girlanden und Geschenke hatten sich unter unser sonst so leicht gepackten Fahrradtaschen geschlichen.

Die Geschenke sind schnell ausgepackt, es gibt unter anderem ein Kuscheltier-Igel (Geschenk des anderem Kindes), eine Lupe, eine zweite Lupe (die sofort an das andere Kind weiterverschenkt wird), ein Buch über Mikroorganismen und ein Frisbee. Vielleicht warten ja noch ein paar weniger transportable Gegenstände in Berlin.

Mit zur Lupe gibt es eine lange Liste von Regeln geschenkt. Nicht in die Sonne gucken darf man und in die Lupengarage muss sie auch immer. Wegen Brandgefahr. Die Kinderaugen öffnen sich weit (unheilvolle Mischung von Schreck und Vorfreude).

Nach gutem Frühstück machen wir uns wieder ans einpacken, so dass wir gegen elf den Platz verlassen. Hinzukommt dass wir uns verfahren und den Bäcker verpassen. Also wieder zurück, denn ein Geburtstag braucht Kuchen.

Mit der ein oder anderen weiteren Extratour finden wir den Weg aus Oranienburg. Am Ende des Ortes ist ein wunderschöner Spielplatz, den alle Kinder gerne reichlich getestet hätten. Aber es ist erst 12 Uhr und wir sind gerade mal 6km gefahren. Also legen die Eltern ein Veto ein.

Wir fahren durch schöne, schattige und kurvige Waldwege von Dorf zu Dorf. Angeblich folgt bald ein Park mit ehemaliger Lungenheilstätte, wo wir eine Pause machen können. Aber is nicht, ist jetzt leider eine Baustelle.

Also weiter. Bei Kilometer 18 sind wir in Bernöwe, was immerhin eine Bank für uns zu bieten hat. Hier gibt es dann endlich Kuchen. Die Lupe darf auch ran, das eine Kind brennt fleißig Löcher in Blätter, während das andere Kind mit der Wasserflasche daneben auf den Einsatzbefehl wartet.

Nicht im Bild, Freiwilliges Feuerwehr Geschwisterkind

Der weitere Weg führt uns wieder durch schöne, schattige Waldwege bis nach Liebenwalde, wo wir an der Marina hinter der Schranke unser Zelt aufschlagen dürfen. Eine Waschmaschine gibt es sogar auch.

Kinder fragten die Bausrbeiter, ob sie die frisch geteerte Straße anfassen dürfen. Sie durften.

Zum Abendessen gibt es Kartoffeln mit Quark und veganem Fleischersatz-Bratzeug und Halloumi.

Wir haben wirklich schon weniger hübsch gezeltet.

Panorama mit Zelt und Bank und Wäscheleine

Strecke: ca. 26 km

Übernachtungskosten: 20 €, davon 7€ bezahlt in Toilettenpfandbons

Waschmaschine: 3€

Abendbrot: Kartoffeln mit Tzatziki (zu wenig Knoblauch), frischen Maiskolben, und Gebrät.

Der heutige Wetterbericht wurde Ihnen präsentiert vom Erlebnisbad Oranienburg

Es soll den ganzen Tag nieseln und so wachen wir auch schon im Nieselregen auf. Die Reiseradlerinnen im Nachbarzelt wollen in vier Tagen an der Ostsee sein und hadern.

Wir hadern mit und beschließen im Familienrat unseren Pausentag vorzuziehen. Im Ort gibt ein Erlebnisbad, das soll uns vor den Regenwolken retten. Die Sachen sind schnell gepackt, ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gibt es auch: einen Badeponcho. Da habe ich wohl doch nicht aus Versehen nur drei Handtücher eingepackt. Puh.

In einer Regenlücke wird gefrühstückt und ich überrede Freddy noch einmal auf Käferdeckensuche zu fahren.

Ich habe mich gerade noch einmal in den warmen Schlafsack eingemuckelt, da kommt auch schon ein Foto.

Die Käferdecke (hier in Form des Käferdecken-Engerlings)

Nicht einmal 800 m von unserem Zelt entfernt liegt die Käferdecke noch gut zusammengerollt auf dem Waldboden und wartet. Yeah!

Die Kinder beraten derweil die Reiseradlerinnen, die im Duschhaus-Vorraum sitzen und fortwährend hadern.

Das Erlebnisbad ist „mehr als ein Erlebnis“. Mit Animation, Wellenbad und Dunkelrutsche. Die Kinder haben Spaß und nach kurzer Eingewöhnungsphase sind auch wir ganz zufrieden mit unserer Entscheidung.

Das eine Kind bemerkt, wie kreativ man hier wohl Räder abschließt.

Finde den Fehler.

Der andere Kind bekommt noch schnell einen neuen Helm, will sich aber auf keinen Fall von dem Alten trennen. So ist das dann wohl.

Neben unserem Zelt liegen nach unserer Rückkehr zwei winzig kleine zerbrochene Vogeleierchen. Der ehemalige Inhalt sitzt nun oben im Baum und mach schräpp, schräpp, schräpp. Gute Nacht!

Etappe: 0 km

Abendbrot: weiße Bohnensuppe

Übernachtungskosten: 43 €, Quittung: wieder „haha“

Knoooooblauch

Tag 2. Die Kinder haben sich am Vorabend noch mit dem Nachbarszeltkind angefreundet. Sie ist sieben und fährt mit ihrem Vater per Rad zur Ostsee. Der Vater hat zwar keinen Helm dabei, dafür aber auch keine Karte. Sie wollen statt den voll erschlossenen Radweg zu nehmen lieber die Bundesstraße lang, weil schneller.

Leider haben wir vergessen, die schweren berlintauglichen Fahrradschlösser der Kinderräder zu Hause zu lassen. Jannah beißt in den sauren Apfel und packt sie bei Freddy in die Fahrradtasche. Danke!

Wir kommen dann auch ziemlich schnell los, erster Stopp: ehem. Grenzturm, denn noch sind wir auch auf dem Mauerradweg. Die Kinder sind sehr interessiert.

Heute haben wir zwei Zeltmöglichkeiten zur Auswahl.

  1. Ca. 20 km: Zeltplatz Havelidyll
  2. Ca. 50 km: Zeltplatz für Reisende, Bitte am Cafe Hafen Bistro melden.

Der Wasserspielplatz nach ca. 10 km entscheidet für uns: das Havelidyll soll es sein.

Nach einer ausgiebigen Pause mit integrierter Pilzsuche essen wir noch ein schnelles Stachelbeereis und Stachelbeertorte. Es soll bald regnen, aber Eiiiiis.

Piiilz (Reibeisen-Rindenpilz auf Wildkirsche)
Staaachelbeertorte mit essbaren Blumen

Zum Idyll führt der Weg durch ein kurzes Waldstück. Freddy kommt dies verdächtig falsch vor, aber wir brechen zielgenau aus dem Wald. Es begrüßt und ein Schild „Motel“, welches trotz einsetzendem Nieselregen nicht einladend erscheinen will. Egal jetzt. Der Große baut mit mir im Regen das Zelt auf. Wir laden alles ein, doch die Käferdecke fehlt! Sie scheint sich gestern während der Fahrt vom Rad abgeruckelt zu haben. Ohje.

Wir gehen allesamt duschen und lassen uns beim Griechen allerordentlichst mit Knoblauch balsamieren.

Die Kinder bekommt einen riesigen Eisbecher aufs Haus (Gründe unklar). Die Jungs bleiben noch und schauen etwas WM Finale. Und wir machen uns einen frühen Abend.

Auch am nächsten Morgen ist das Zelt noch eine richtige Müffelbude. Immerhin haben sich keine Mücken an uns heran getraut.

Tageskilometer: ca. 26 km

Abendbrot: Knoblauchkartoffeln mit Tzatziki und Knoblauch

Kosten für die Übernachtung: 43€, ohne Beleg (haha, sagt die Dame an der Rezeption zum Thema Kartenzahlung).

Der erste Tag.

Tageskilometer: 26,8

Abendbrot: Chilli und Restbrötchen

Kosten für die Übernachtung: 48€ (mit Quittung)

Heute geht es los. Nach gründlicher Vorbereitung wurden heute morgen quasi nur noch die Räder gesattelt. Wir stehen früh auf und sind schon um zehn Uhr auf dem Rad.

Unser Radweg beginnt am Brandenburger Tor, also fahren wir schön durch den Tiergarten nach Mitte. Dort ist natürlich unheimlich etwas los und man muss sich regelrecht anstellen um auch ein Foto des Brandenburger Tors zu machen.

Danach wühlen wir uns im Regierungsviertel durch den Stadtverkehr. Hinter dem Hauptbahnhof geht es zum Glück schön den Kanal entlang und so folgen wir diversen Gewässern bis zum Westhafen. Dort machen wir unsere erste kleine Pause mit Brötchen.

Etwas später entdecken wir einen Sportplatz auf dem laut irgendwas gespielt wird. Männer rufen Dinge. Wir werden belehrt es ist Football-Turnier bei Berlin Adler. Hier gibt es bunten Kunstrasen und Spieler mit abzureißenden Flaggen. Außerdem kaufen wir Hotdog mit Kaltgetränk für die Kinder

Wenig später kommen wir an einem Kampfhundewettwerb vorbei. Dann (deutlich friedlicherem) Hotdog im Bauch, fühlen die Kinder sich nicht vom Grillgeruch angezogen.

Dann geht es auch schon weiter durch Berlin Tegel. Man erinnert sich vielleicht, das war der Stadtteil mit dem Flughafen, damals.

Ehemaliger Flughafen Berlin-Tegel

Ist jetzt aber Baustelle für Zukunfts- und Innovationsquartier oder so.

Bevor wir unser Ziel erreicht haben, kaufen wir noch zutaten für Chili und Eis für alle im örtlichen Geschäft.

Fahrräder im Halbschatten vor Rewe.

Schlussendlich landen wir in Berlin-Hakenfelde (auf der Stadtkarte oben links) bei der Bürger-Ablage. Hier gibt es eine Campingplatz und die gleichnamige Badestelle.

Neben unserem großartigen Zelt parken diverse Leute mit etwa gleichaltrigen Kindern die grob in unsere Richtung fahren. Unsere Mäuse stellen sich vor und zeigen ihre Kartenspiele.

Die Duschen kosten übrigens 1€ pro vier Minuten und der Timer stoppt nicht, wenn man das Wasser ausmacht. Der Platzwart nennt sie – nicht ganz ohne Dialekt – „schwäbische vier Minuuhde“.

So, jetzt werden die Dosen abgegossen und dann gibts Chili. Mmmh. Ein guter erster Tag.

Mal sehen ob wir morgen die Stadt verlassen.

Test 2 3

Morgen geht es wieder los. Die Sachen sind mehr oder weniger gepackt. Erst fahren wir zum Brandenburger Tor und dann geht es immer dem Nieselregen nach 🙂