Wir verschlafen. Sowas. Das ist uns auch noch nicht passiert. Jetzt aber schnell raus. Die Kinder mögen keine Hafermilch im Müsli und sind daher unzufrieden. Wir denken über Alternativen nach. Das eine Kind ist nicht aus dem Zelt zu bekommen und als dieses dann wirklich, wirklich abgebaut wird, verzeiht es sich mitsamt dem schuldigen Buch auf die Käferdecke. Dort liegen Buch und Leser, während drumherum gewerkelt, gepackt und eingeräumt wird. Mir schwant, wie die nächsten Tage ablaufen werden.
Der Weg nach Fürstenberg ist schnell geschafft, wir machen an der Havel Pause und die Kinder finden ein paar gesprächige Angler. Dafür wird sogar das Buch kurz zur Seite gelegt. Gelesen wird übrigens Robin Hood, in der Warteschleife steht König Artus und Jules Verne. Bis zur nächsten Bücherkiste sollten wir versorgt sein.
Wir essen noch schnell ein Eis (Kugel 80ct) und sausen durch den Wald. Das eine Kind findet ein Euro-Stück auf dem Weg. Yess.
Es geht weiter stetig hoch und runter. Wir kommen an einem Naturcampingplatz vorbei. Die Kinder wollen hierbleiben (oder zumindest nicht mehr weiter), ich werfe kurzerhand die Tourenplanung über den Haufen und kurz darauf stehen wir quasi auf dem Prenzlauer Berg. Es gibt vegane Quiche und Zwergenwieseaufstrich. Das Bier ist natürlich Bio und rinnt in Strömen die Kehlen der Justus-Eltern hinunter. Man spricht über Diversitätsanforderungen und ist dabei ganz unter sich. Elmar, Justus, Justus und Justus pinkeln währenddessen die Badestelle zu. Wir gucken immer nur gradeaus, bestimmt kennen wir hier wen.

Die Stand-Up-Paddeldinger sind gerade alle vermietet, aber die bekommen eines von „ich bin der Andreas“ ausgeliehen. Glückliche Kinder. Dann sind die Eltern such glücklich.
Morgen soll es am Nachmittag regnen. Wir beschließen, den Kindern morgen Vormittag ein eigenes SUP zu mieten (dann mit Schwimmwesten) und den Nachmittag mit Bio-Wildschweinbolognese und Kartenspielen zu verbringen. Pausentage sind doch was feines
























