I’ve been through the desert on a horse with no name…

Auf unserer Karte konnte man sehen, dass nach der Kneippanlage erstmal eine lange Strecke ohne Schatten oder Häuser kommt. Wir brettern mit den schlafenden Kindern durch die brennende Sonne und brauchen unsere Wasservorräte fast auf. In Zusum finde ich nette Leute, die uns den Gartenschlauch an die leeren Flaschen halten, während Freddy mit dem schlafenden Kindern weiterdüst.

Donauwörth erscheint uns beschaulich, wir sind leider spät dran und düsen erst zum Bioladen und dann zum Kanuverein. Wenige Meter neben der Schnellstraße findet sich hier eine wahre Oase zum Zelten. Entenmamas führen ihre Küken spazieren und der Reiher fliegt. Wir werfen Steine in die Wörnitz und bauen unser Zelt auf. Zu Abend gibt es vegane Schupfnudeln mit Zwiebeln, Käse und Würstchen. Dann werden endlich wieder Steine geworfen.

Später am Abend schlägt ein Herr neben uns sein Zelt auf. Der Gute ist ziemlich erschöpft. Das ist auch kein Wunder, denn er hat Berge an Gepäck dabei. Wirklich Berge. Überall am Rad ist eine Tasche befestigt und dann hat er noch einen riesigen und bis oben hin beladenen Fahrradanhänger dabei. Wir staunen sehr. Das ist deutlich mehr, als wir für die ganze Familie dabei haben. Als er die Verlängerungsschnur zum Telefon-laden und den Blasebalg für die Luftmatratze rausholt wird uns einiges klar. Anstatt sein Wasser zwischendurch immer wieder aufzufüllen, nimmt er morgens den 8 Liter Tagesbedarf mit. Wir sind beeindruckt, dass er mit dem ganzen Geraffel jeden Tag 70km fahren will.

Nach einer ruhigen Nacht brechen wir morgens früh auf, denn der Tag soll hügelig werden.

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