Reisen mit dem Zug

Am Mittwoch wollten wir zum Bahnhof Budapest Deli und von dort mit dem Zug weiter. Zunächst aber regnete es etwas, so dass wir bei den Bikern blieben und etwas langsamer vorgehen. (Das Zelt wurde planmäßig zeitig vor Regeneinbruch abgebaut).

Am Bahnhof (komplett andere Seite der Stadt) angekommen, machen wir die gleiche Erfahrung wie schon am Vortag: Barrierefrei ist hier nix. Muttis mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer bleiben offenbar zurück. Wir suchen uns ne stille Treppe und ich trage alle Sachen nach oben.

Oben angelangt sagt die Frau am Infoschalter, dass der Fahrradanhänger nicht in den Zug kann. Herrlich. Nach ein bisschen hin- und her auf deutsch und englisch, stellt sich das irgendwie als Missverständnis heraus und wir gehen zum Gleis. Der Zug ist schon da und der Eingang ist schmal und etwas erhöht. Ich zähle etwa vier Treppen-, nein, Leiterstufen.

Ein freundlicher Bahnmitarbeiter geht jedoch zielsicher zur Mitte(!) des Wagons und öffnet eine riesige Schiebetür. Dahinter verbirgt sich ein riesiges, leeres, Fahrradabteil.

Mit seiner eifrigen Hilfe ist alles schnell verladen und wir fahren glücklich in Richtung Balaton. Das ursprünglich angekündigte Umsteigen auf halber Strecke fällt irgendwie auch aus. Nach etwas mehr als zwei Stunden sind wir da. Nochmal alle Räder raus. Zum verlassen des Bahnhof nehmen wir wieder diverse Treppen.

Der angepeilte Zeltplatz ist ein bisschen entfernt, also satteln wir auf.

Wow, hier am Zeltplatz gibt es Kettcars, nen Tennisplatz und tausende von Leuten. Der Platz ist riesig. Von der Rezeption zum Platz für Zeltende fahren wir beinahe einen Kilometer. Man ist hier was los. Trotz Kettcars, beschließen wir hier nicht bleiben zu können. Die Autos dürfen neben den Zelten stehen, hier ist total viel Verkehr, auch wegen der irren Länge des Platzes.

Zum Abendessen gibt es Nudeln mit Soße. Motti hilft beim spülen und danach spielen wir mit den polnischen Nachbarn Fußball. Dzien dobre! Dziekuje. Mehr erinnere ich nicht mehr.

Dann regnet es nochmal und wir gehen schlafen.

Die Wasserrutsche sah im Prospekt leider hat anders aus.

Wir beschließen einstimmig weiter zu fahren, auch wenn der Bub gerne Kettcar fahren würde, die Kettcars sind aber ohnehin ständig von großen Kindern belegt.

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