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Zuckerbrot und Kälte Nächte

Wir sind in Ulm. Hier war es ziemlich kalt heut Nacht. Wir haben die Kinder so dick eingepackt, dass sie sich nicht mehr regen konnten. Wie kleine süße Raupen.

Motti und ich waren im Münster, aber nicht oben, wir sind ja nicht übermütig.

Die Ulmer Spezialität ist Zuckerbrot mit Anis. Ziemlich in Ordnung, finden wir.

Heute scheint die Sonne wieder und wir fahren langsam weiter.

Nu ist aber mal gut mit Gewitter!

Es ist wieder für den ganzen Tag Gewitter angesagt. Also beschließen wir, in Blaubeuren zu bleiben. Wir besuchen das urzeitliche Museum und Motti darf einen Biber streicheln.

In der Mittagspause gibt es Kaffee und Aprikosen für alle wachen Kinder.

Anschließend besuchen der Bub und ich den Hochaltar und sind ziemlich beeindruckt. Der Blautopf ist wegen der vielen Gewitter gerade eher ein Grautopf:

Wir fahren zurück zu den Naturfreunden, hier wird heute Karten gespielt. Leider kein Doppelkopf sondern Rommé. Zu Abend gibt es Maultaschen mit Käse.

Hier unser wunderbares Schlaflager:

Heute haben wir auch endlich den Badezimmerschlüssel zurück nach Tuttlingen geschickt, den wir versehentlich mitnahmen.

Regentropfen, die an das Fenster klopfen

Heute sind wir früh raus, da wir in Ulm das Ersatzteil für das Fahrrad besorgen wollten. Am Anfang lief es auch noch ganz gut, aber in Ehingen ist Freddy dann am Hang mit Motti im Kindersitz gestürzt. Außer einem tüchtigen Schreck bei Eltern und Kind (und zwei aufgeschlagenen Knien bei Freddy) scheint aber nichts passiert zu sein.

Wir setzen uns in den nächsten Bäcker und essen auf den Schreck eine warme Butterbrezel. Puh.

Heute machen wir einen Ausflug, wir fahren zum:

Richtig. Zum Blautopf. Der ist ziemlich nett, aber weil die Kinder noch schlafen fahren wir weiter. Im Blaubeuren gibt es zwar Touristen, aber keinen Zeltplatz, wir fragen nach einer günstigen Unterkunft und werden zu den Naturfreunden geschickt. Wunderbar. Im Ried liegt das Naturfreundehaus und Motti und ich lassen viele Grashalm- und Rosenblattschiffchen auf einem Bach schwimmen. Herrlich, und erst die vielen Schnecken und Schmetterlinge.

Hier kann man zwar zelten, aber ich entscheide kurzerhand in einem richtigen Bett schlafen zu wollen. Gedacht, getan. Während ich Spätzlesuppe zu Abend koche geht draußen Mal wieder ein Unwetter nieder. Das Wasser läuft unter der Tür ins Haus und ich suche den Aufnehmer. Huihui. Wir schlafen in einer Bettenburg und freuen uns darauf, die nächsten Unwetter aus dem Trockenen zu genießen.

Eine Panne.

Plötzlich fiel Freddies Fahrrad um. Ein Metallteil ist verbogen. Ich ziehe den Anhänger zum nicht sehr weit entfernten Zeltplatz und tausche die Bauteile an unseren Fahrrädern, an dem Teil hängt nämlich nicht nur der Ständer sondern auch der Anhänger wenn auch mit extra Sicherung.

Das hier nach rechts abstehende Teil müsste eigentlich gerade nach unten weiter gehen. Bis Ulm muss ich nun also ohne Ständer weiter fahren.

Zu Abend gibt es Spätzle mit Pesto. Sonntagsessen.

Gewitter!

Also für heute war kein Gewitter angesagt, dementsprechend wettern wir gerade schon das zweite ab.

Der erste verbringen wir in einer Dorfkneipe bei Schnitzel und Pommes.

Das zweite warten wir in einer kleinen Kirche mit Schlangenbild ab.

Heute trafen wir übrigens Leute wie uns, die mit ihrer 6 Monate alten Tochter unterwegs sind.

Die drei haben den gleichen Anhänger, aber ein Tandem, bei dem einer vorne drauf liegt. Sehr nett. Leider fuhren sie uns entgegen, aber sie konnten uns schon einmal schonend auf die nun kommende 20% Steigung vorbereiten. Yeah!

Gewitter?

Gestern sollte es den ganzen Tag gewittern. Da die Etappe zum nächsten Zeltplatz seht hügelig und wenig besiedelt ist, wollten wir in Riedlingen abwettern. Haben wir dann auch getan und natürlich fiel nicht ein Tropfen vom Himmel.

Ich bin etwas angeschlagen, daher war mit der Tag Verschnaufpause aber ganz Recht. Zu Abend gab es Haloumi vom Grill und Tomaten-Schafskäse-Salat.

Nun geht es weiter, die Fahrräder sind beladen und die Jungs cremen sich noch mit Sonnenmilch ein.

Die Alten und die Siechen

Heute sind wir in Riedlingen. Es gewittert zur Abwechslung. Auf dem Weg haben wir viele Störche und Hafer und noch viel mehr Störche gesehen. Auch Heuwender, Ballengreifer und eine Kläranlage wurden gesichtet. Papa erklärt den Wasserkreislauf und ich schnauffe vor mich hin. Pause machen wir an der Nudelfabrik. Hier gibt es nicht viel zu sehen, denn Eiaufschlag ist nur montags bis donnerstags. Wir kaufen Spätzle ohne Ei und brausen weiter. Dann noch einen kurzen Erdbeerstopp am Sportplatz. Die Biene ist verzückt und Motto teilt gern und ziemlich gerecht.

In Riedlingen kaufen wir noch schnell Käse für die Spätzle und am Zeltplatz warten schon alte Bekannte auf uns. Einer der Franzosen aus Tuttlingen hat einen Muskelfaserriss und der Kölner aus Hausen war wegen seines Herzens beim Arzt. Wir sind also ähnlich schnell unterwegs, wie andere Leute…

Sonst sind alle bester Laune. Motti spielt mit der Biene nun den Schotterwagen. Mann, Mann.

Hier Impressionen des Tages.

Auf der Suche nach dem heiligen Gral

Heute haben wir früh das Zelt abgebrochen. Wir haben nämlich einen Termin beim Kinderarzt. Punkt 11:35 werden zwei Kinder mit Bindehautentzündung in Sigmaringen erwartet. Wir packen alles ein, simpeln noch ein wenig mit dem Kölner fach und brettern los. Freddy schnauft vorne, ich schnaufe hinten, ab und zu blickt einer auf und ruft laut: „Waaaahnsinn!“. Das Donautal ist nämlich bizarr schön. Ohne Pause laufen wir Punkt 11:30 Uhr, also rein technisch gesehen zu früh, im Wartezimmer auf. Motti ist hoch zufrieden, denn hier gibt es Bagger, Betonmischer und eine Kugelbahn. Auch die Biene lutscht vergnügt an der Einrichtung. Mit einem Rezept und abgesehen von den Äuglein topfitten Kindern verlassen wir den Kinderarzt Richtung Innenstadt, wir bleiben heute nämlich in Sigmaringen, denn der nächste Campingplatz ist erst in 40km. Auf dem Weg zur Donau kaufe ich Flummi Nr.2 und eine kleine Tafel Schoki im Weltladen.

Wir probieren den Schaukelpfad aus und auch ein Trampolin gibt es. Eine Schau. Zu Abend essen wir Spätzlesuppe und Maultaschen mit Kartoffelsalat im Restaurant.

Am Zeltplatz angekommen bauen wir das Zelt auf, es donnert in der Ferne. Motti und Freddy gehen noch schnell einkaufen und Duschen, dann geht es ab ins Zelt. Es donnert etwas näher.

Alle sind bettfertig, doch wo ist der Nucki von Motti? Panik. Analyse der letzten Ereignisse und Befragung Mottis ergibt: er muss im Einkaufswagen geblieben sein. Mit vielen Geschichten und Streicheleinheiten schläft das Kind ohne Nucki ein, weil wir ihm versichern, dass der Laden schon zu ist und wir erst morgen fragen können, ob er gefunden wurde.

Endlich schlafen die Kinder ein. Ich gehe duschen und freue mich auf die Schokolade.

Wo habe ich sie nur versteckt? Wie bekloppt suchen wir alle Taschen durch. Als erstes finde ich Mottis Nucki. Von wegen Einkaufswagen… Nachdem wir alle Taschen dreimal durchgegangen sind und ich mich schon für unzurechnungsfähig erklären möchte, ganz unten in einer Packtasche: den heiligen Gral in Form von Caramel-Salz-Schokolade. Schnell wird diese eingeatmet, und ab in die Falle.

Achja, neben uns ist eine Jugendgruppe und die Jungs probieren auf den Toiletten Kondome an, während die Mädchen gackern. Angenehme Nachtruhe? Ich berichte morgen.

Von Tuttlingen nach Hausen

Der heutige Tag war landschaftlich sehr schön. Wir sind über Nenndingen, Friedingen und Beuron nach Hausen gekommen. Leider haben wir in Tuttlingen vergessen, den Schlüssel für die Duschen wieder abzugeben. Müssen wir also bald nochmal zur Post. Der Pfand ist dann wohl für die Kaffeekassse.

Kurz hinter Friedingen machen wir ein Picknick beim Vesperstübchen Ziegelhütte (argh, Mittwochs Ruhetag). Es gibt also mitgebrachten Apfel und Restmelone. Über die geschlossene Gastronomie trösten uns die Gänse und Ziegen hinweg. Stellt sich raus, Melonenschale schmeckt den Ziegen nicht so gut.

Der lange Tag

Gestern haben wir viel erlebt. Wir kaufen im (wie gesagt in Deutschlanda umsatzstärksten) Edeka noch für den Tag und verlassen Jestetten.

Wir sehen den Rheinfall. Er ist toll, aber längst nicht so breit wie der Wasserfall in Kuldiga.

Danach verlassen wir bei Schaffhausen den Rhein, und fahren mit dem Zug. Wir kommen nur zehn Minuten vor Abfahrt an und schaffen es dennoch die Räder aufs richtige Gleis und gültige Tickets zu erwerben. In Singen schaffen wir es dann auch noch in weniger als 18 Minuten und trotz defektem Aufzug das Gleis zu wechseln und die Kinder zu wickeln.

Nun mit dem Regio also nach Donaueschingen zur Donau-Quelle. Die Quelle ist ein touristisches Becken mit ein bisschen Tand und einen Aufzug. Wir machen das obligatorische Foto und fahren weiter. Wir bemerken, dass wir jetzt offenbar im Schwarzwald sind.

Dem Gegenwind zum trotze fahren wir weitere 30km bis hinter Immendingen zur Donauversinkung. Hier verschwindet die Donau an etwa 150 Tagen im Jahr in ein weit reichendes Höhlensystem. Heute war nicht so ein Tag. Motti findet es klasse und wirft ordentlich Steine rein.

Zum Abendessen gibts selbst gemachtes Risotto a la Zelting. Die Kinder essen kräftig mit. Die Biene findet Brei längst nicht mehr spannend. Abends schlafen wir auf einem sehr netten Radlerrastplatz, wo tatsächlich auch Saitanburger angeboten werden….